Safari in Tansania

Strand in Tansania

Strand in Sansibar

Als ich vor meiner Reise mit Freunden und Bekannten über das Land Tansania sprach, dann fielen uns spontan die unendlichen Weiten der Serengeti, die weißen Gipfel des Kilimanjaros und die schönen Sandstrände von Sansibar ein. Alle 3 Highlights standen auf meiner To-Do-Liste für eine 3-wöchige Rundreise. Jedoch wurde ich auch auf viele andere sehenswerte Dinge während meines Aufenthaltes aufmerksam gemacht.

Nach Ankunft am Flughafen Arusha erwartet mich am Ausgang mit einem freundlichen „Jambo! Karibu Tanzania!“ mein Guide namens Elli. Gebucht hatte ich eine 6 Tages Safari in den Serena Lodges und mit den Nationalparks Lake Manyara, Serengeti und Ngorngoro. Den ersten Tag verbrachte man allerdings schon mit der Anfahrt zur Lodge, welche vom Airport Arusha gut und gerne 3.5 Stunden entfernt liegt. Dafür entschädigt dann aber der Sprung ins kühle Nass des Pools mit Blick auf den Lake Manyara. Die Safari beginnt richtig am nächsten Tag. Es wird ein Ausflug in den Nationalpark Lake Manyara gemacht, ein ca. 330 km² große Park, der zum einen durch seinen Manyara-See, der eine Fläche von 220 km² einnimmt, zum anderen durch einen artenreichen Urwald gekennzeichnet ist. Im Wald zeigen sich unzählige Impalas, Paviane, Wasserbüffel, Elefanten sowie eine bunte Vogelwelt. Im sog. Hippo Pool tummeln sich die Flusspferde. Am Nachmittag fahren wir dann weiter Richtung Serengeti National Park, ca. 5 Std. Fahrt.

Ein ganzer Tag steht zur Verfügung um die Tierwelt des Serengeti National Parks kennen zu lernen. Das Wort Serengeti ist abgeleitet aus der Maasai-Sprache und bedeutet „das endlose Land“. Der Park mit seinen 14.763 km² gehört zu den größten Nationalparks der Welt und beheimatet u.a. Gnus, Zebras, Löwen, Hippos, Krokodile, Leoparden und Geparden. Durch die Abhängigkeit der Trocken- und Regenzeiten unternehmen insbesondere Gnus, Zebras und Thomson-Gazellen ausgedehnte Wanderungen.

Am vierten Tag der Safari fahren wir nach einem kurzen Gamedrive im Serengeti National Park weiter Richtung Ngorongoro Krater. Unterwegs machen wir Halt bei der Olduvei Schlucht. Hier entdeckten das Forscherehepaar Leakey einen der wichtigsten Fundorte der Welt zur Entwicklungsgeschichte des Menschen. Im Museum werden die Funde erläutert und man erfährt die verschiedenen Stufen der menschlichen Evolution. Ein weiterer Stopp wird bei dem Volk der Maasai eingelegt. Nach dem traditionellen Willkommenstanz betreten wir das Dorf und erfahren Wissenswertes über das Leben der Maasai.

Der Ngorongoro Krater ist ein Einbruchkrater am Rande der Serengeti. Er entstand durch den Zusammenbruch eines Vulkanberges. Die dadurch entstandene Kraterfläche beträgt etwa 26.400 Hektar. Den Krater bevölkern ca. 25.000 Tiere, vor allem Zebras, Büffel, Gnus und Thomson-Gazellen, außerdem Raubtiere, wie Löwen und Fleckenhyänen. Zusätzlich siedeln einige Elefanten, Flusspferde und Nashörner hier.

Von dem Ngorongoro Krater fahren wir zurück nach Arusha, wo die Safari endet.

Hinweise:

Die Safari habe ich über das Unternehmen Ranger Safaris direkt in Tansania gebucht.

Ein paar Wörter in Kiswahili sind immer gern gehört.

Trinkgelder für Kofferträger, Guides, Bedienung etc. bereithalten.

Und unbedingt eine große Fotokarte mitnehmen!

Für mich geht es mit dem lokalen Bus weiter nach Moshi zur Springland Lodge. Von hier werden Besteigungen für den Kilimanjaro aber auch andere Wanderrouten organisiert.

Kilimanjaro Nationalpark

Kilimanjaro Nationalpark

Mit der Ausrüstung für die nächsten fünf Tage, 1 Guide, 1 Assistent, 1 Koch, 1 Kellner und 4 Träger brechen wir am Morgen gegen 08:00 Uhr von der Springland Lodge in Moshi zum 40 km entfernten Marangu Gate auf. Das Marangu Gate ist das Eingangstor zum Kilimanjaro National Park und liegt auf einer Höhe von 1.828 m. Nach Erledigung aller Formalitäten marschieren wir munter los. Während der 8 km langen Wanderung durchlaufen wir einen dichten Regenwald mit üppiger Vegetation. Nach ca. 3,5 Std. mit Pause erreichen wir die Mandara Hütten auf 2.743 m.

Nach einem tollen Sonnenaufgang und einem ausgewogenen Frühstück wandern wir gegen 08:00 Uhr zu den Horombo Hütten. Die Vegetation wechselt zu einer offenen Baumheide-Landschaft, alles wird etwas karger. Die Entfernung beträgt 12 km, welche wir in 4,5 Std. zurücklegen. An diesem Tag erhaschen wir den ersten Blick auf den Gipfel. Gegen Mittag erreichen wir die Hütten auf 3.720 m Höhe. Den Nachmittag verbringen wir mit Ausruhen, Essen und Karten spielen.

Am frühen Morgen des 3. Tages brechen wir für die nächste Etappe auf. Die Distanz liegt heute bei 12 km, welche wir mühsam bezwingen. Vegetation und Sauerstoff wird knapper. Jedoch lohnt sich der Blick in die bizarre Steinlandschaft mit vulkanischen Felsformationen. Über den Sattel erreichen wir schließlich die auf 4.700 m gelegene Kibo Hütte.

Um letzte Kräfte vor dem Aufstieg zu sammeln, legen wir uns zeitig schlafen. Es heißt, früh aufstehen. 23:30 Uhr brechen wir auf, um über den steilen Serpentinenpfad schließlich rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Gilman´s Point auf 5.681 m zu sein. Nach einer kurzen Fotopause geht’s zum Endspurt. Gegen 08:00 Uhr erreichen wir den höchsten Punkt in Afrika, den Uhuru Peak mit 5.895 m. Nach einer kurzen Verschnaufpause heißt es bald den Abstieg zu wagen. Durch Lavaasche schlittern wir den Weg zurück zu der Kibo Hütte, wo es eine Schlafpause und Mittagessen gibt, bevor wir zu den Horombo Hütten absteigen.

Nach einer erholsamen Nacht meistern wir den Abstieg über Mandara zum Marangu Gate. Von dort fahren wir nach Moshi in die Springland Lodge zurück.

Mit dem lokalen Bus fahre ich von Moshi zurück nach Arusha. Hier finde ich eine Unterkunft im Arusha Backpacker für eine Nacht, denn am nächsten Tag fliege ich nach Sansibar.

Hinweise:

Die Kilimanjarobesteigung habe ich über das Unternehmen Zara Tours direkt in Tansania gebucht.

Wer mit kleinem Gepäck reist, kann die notwendige Ausrüstung beim Veranstalter ausleihen.

Auch hier an Trinkgelder denken.

Und vor allem warme Sachen nicht vergessen. Auf dem Kilimanjaro kann es frisch werden und jahreszeitbedingt auch schneien.

In Sansibar am Flughafen angekommen, nehme ich mir ein Taxi in die Stadt. Hier findet man verschiedene Hotels jeder Kategorie. Es lohnt sich ein bis zwei Tage in der Stadt zu verbringen, damit man Stone Town mit seinen arabischen, indischen und schwarzafrikanischen Einflüssen in Ruhe kennen lernen kann. Hier findet man das einst modernste Gebäude Ostafrikas, das Haus der Wunder sowie den Sultan Palast, das Nationalmuseum und den Sklavenmarkt. Beim Bummeln durch die engen Straßen und Gassen, im Menschengewimmel in der Markthalle und im bunten Treiben der Bazare bieten sich viele lohnende Fotomotive.

Bootsfahrt zur Insel

Bootsfahrt zur Insel Prison Island

Von der Stadt aus unternehme ich eine 25-minütige Bootsfahrt zu der kleinen Insel Prison Island. Bei einem Rundgang können Riesenschildkröten beobachtet und gefüttert werden. Wenn genügend Zeit ist, sollte man bei Ebbe den schönen Strand inspizieren und im umliegenden Korallenriff Schnorcheln gehen. Super kann man diesen Ausflug mit einem Besuch der Gewürzplantagen verbinden. Bei diesem Ausflug ins grüne Herzen der Insel entdeckt man mit allen Sinnen exotische Gewürze und tropische Früchte.

Als Ganztagesausflug bietet sich der Ausflug nach Kizimkazi kombiniert mit dem Jozani Forest an. Ganz im Süden Sansibars gelegen befindet sich das Fischerdorf Kizimkazi, Heimat zahlreicher Bottle-nosed und Humpback Delfine. Es ist atemberaubend, wenn man mit diesen faszinierenden Tieren Schnorcheln gehen kann und sie in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet. Je nach Saison kann man mit etwas Glück auch Wale beobachten.

Ein weiteres Naturerlebnis ist der Besuch des Jozani Forest Nationalpark, die Heimat des nur auf Sansibar existenten Red Colobus Monkeys. Diese possierliche Affenart ist sehr zutraulich und man kann tolle Erinnerungsfotos machen. Zusätzlich bietet der Nationalpark hervorragende Naturpfade durch einen ursprünglichen Urwald mit seinen Salzlandschaften und dem Mangrovenwald.

Um die Seele richtig baumeln zu lassen, bevor es wieder in das Alltagsgrau geht, kann man in einen der vielen Strandhotels nächtigen. Die meisten verfügen über ewig lange Sandstrände, Palmenhaine und türkisfarbenes Wasser. Ein richtig schöner Urlaubsausklang.

Hinweise:

Die Ausflüge auf Sansibar habe ich über das Unternehmen Fisherman Tours and Travel Ltd. direkt gebucht. Deutschsprachige Guides vorhanden!

Souvenirs sind hier günstiger zu ersteigern als auf dem Festland. Jedoch muss man gut handeln können.

Am Abend den Forodhani Nachtmarkt vor dem Haus der Wunder besuchen. Hier kann man typisch sansibarische Gerichte probieren.

Auf muslimische Gegebenheiten sich einstellen, d.h. Knie und Schultern bedecken, kein Alkohol in der Öffentlichkeit, etc.

Die besten Parties gibt’s in Kendwa. Fullmoon Party ist ein Muss!!

Fotogalerie:


Share and Enjoy: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit

2 Antworten “Safari in Tansania”

  1. Rainer Linden sagt:

    Hallo Uli,
    informativer Reisebericht mit wirklich beeindruckenden Fotos. Plane Mitte Dezember/Anfang Januar 2012 ebenfalls eine dreiwöchige Tansaniareise mit Kili-Besteigung, Safari und Sansibar-Aufenthalt. Suche noch nach bezahlbaren Anbietern. Hast Du die Kili-Tour vor Ort oder von zuhause per Internet aus bei Zara-Tours gebucht, welche Route und was hat die Tour gekostet. Was hast Du für die Safari bezahlt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einen Platz zu erhalten, wenn man vor Ort bucht? War es eine Camping oder Lodge-Safari?
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Liebe Grüße
    Rainer

  2. Uli sagt:

    Hallo Rainer,
    vielen Dank fuer dein Feedback. Gerne helfe ich bei deinen Fragen weiter. Zuerst muss ich jedoch dir mitteilen, dass ich bei einem Reiseveranstalter auf Sansibar arbeite und daher bei beiden Unternehmen ein gutes Angebot bekommen habe. Ich empfehle sie deswegen weiter, weil sie mich qualitativ angesprochen haben. Was bei no-name Unternehmen auch mal ein Schuss nach hinten werden kann.
    Viele der kleineren Unternehmen vor Ort haben noch keine Webpage, wenn du also genuegend Zeit hast, kannst du natuerlich dir verschiedene Angebote in Arusha bzw. Moshi einholen. Du musst allerdings beachten, dass bei Gruppenreisen die 1-2mal pro Woche starten, also bei der Flugbuchung dies mit beachten. Ausserdem ist zu deinem angegebenen Zeitraum hier Hauptsaison, d.h. vieles ev. schon ausgebucht.
    Falls du noch Fragen hast, kannst du sie gerne loswerden.
    Viele Gruesse. uli

Lass uns darüber reden
Name und Email sind nötig
Beteilige Dich an der Diskussion